Friedhöfe in Chemnitz

Chemnitz und seine Friedhöfe

Chemnitz (von 1953 bis 1990 Karl-Marx-Stadt genannt) ist eine Großstadt  mit etwa 243.000 Einwohnern im Westen des Freistaates Sachsen, gelegen am Nordrand des Erzgebirges. Sie ist die drittgrößte Stadt Sachsens mit einer Fläche von rund 220 km².  1143 wurde die Stadt erstmals urkundlich erwähnt. Chemnitz ist heute die in Mitteldeutschland am stärksten industrialisierte Region. Maschinen- und Anlagenbau, Automobil- und Zulieferindustrie sowie Mikrosystemtechnik
und Spitzentechnologie sind in Chemnitz beheimatet. Trotz verheerender Schäden aus dem 2. Weltkrieg kann man in Chemnitz eine Reihe sehenswerter Bauwerke aus vielen Epochen bewundern. Zu erwähnen wäre an dieser Stelle das alte Wahrzeichen von Chemnitz, den Roten Turm, der einst ein Teil der historischen Stadtmauer war. Das einzig barocke Gebäude ist das von   1735 bis 1741 errichtete Siegertsche Haus von Johann Christoph von Naumann am Markt.

Der frühere Johannisfriedhof befand sich hinter der Johanniskirche im heutigen Stadtzentrum.
Er war für viele hundert Jahre der Hauptfriedhof der Stadt Chemnitz. Auf Grund der rasant wachsenden Bevölkerungszahl durch die Industrialisierung im 19. Jahrhundert und des Ausbruchs
der Cholera im Jahre 1866, waren die kirchlichen Friedhöfe der Stadt Chemnitz an ihre  Aufnahmegrenzen gelangt. Im Jahre 1871 begann aus diesem Grund die Anlage und Errichtung des Neuen Friedhofs. Die Feierhalle wurde 1872/1873 errichtet. Die erste Beerdigung erfolgte auf Stadtkosten, anlässlich der Einweihung 1874 durch den Vizebürgermeister Vetter. Dieser Neue Friedhof ist heute städtisch geführt und Hauptfriedhof der Stadt Chemnitz. Die meisten Gräber des früheren Johannisfriedhofs wurden geebnet. 1975 bekam der alte Johannisfriedhof den Namen „Park der Opfer des Faschismus“. Noch heute befinden sich im Park einige Grabstätten, so auch die restaurierten sogenannten Franzosengräber gefallener deutscher und französischer Soldaten des Deutsch-Französischen Krieges.


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