Friedhof Dresden

Friedhöfe in Dresden

Dresden, 1206 erstmals erwähnt, ist die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen. Etwa 518.000 Bewohner zählt die Stadt und hat eine Größe von rund 328 km² und liegt landschaftlich reizvoll an der Elbe. Dresden ist politisches Zentrum Sachsens, Hochschulstadt und einer der wirtschaftlich dynamischsten Standorte Deutschlands. Dresden wird wegen seiner Kunstsammlungen, seiner barocken und mediterranen Architektur auch Elbflorenz genannt.

Dresden verfügt über drei bedeutende historische Friedhöfe, die alle in der Friedrichstadt liegen. Der Alte Katholischen Friedhof (Innerer Katholischer Friedhof), wurde 1720/21 errichtet. Die Kaisertochter Maria Josepha, die Gemahlin von Kurfürst Friedrich August II. von Sachsen, konnte im Ehevertrag die Gründung dieses katholischen Friedhofes im protestantischen Dresden durchsetzen. Auf dem Friedhof sind zahlreiche Grabmale des Barock, des Rokoko und des Klassizismus zu bewundern. Die Kapelle entstand im Jahre 1842. Hinter der Kapelle liegt die Grabstätte von Carl Maria von Weber. Auch Johann Georg von Sachsen, der Bruder des letzten sächsischen Königs, fand hier seine letzte Ruhestätte.

In dem an der Matthäuskirche bestehenden evangelischen Inneren Matthäusfriedhof entstanden ab  1725  fast ausschließlich schlichte Gräber auf Grund der sozialen Struktur des Viertels. Es können noch Reste einer früheren Schwippbogengruft und ein aus Holz gefertigter freistehender Glockenturm bewundert werden. Auf den Bau einer Kapelle wurde verzichtet, da 1730 auf dem Grundstück die Matthäuskirche errichtet wurde. Der große Barock-Baumeister und Schöpfer des Dresdner Zwingers, Matthäus Daniel Pöppelmann, der auch die Baupläne für die Matthäuskirche entwarf, fand in der Gruft der Matthäuskirche seine letzte Ruhestätte. Auf dem Inneren Matthäusfriedhof wurde der Ingenieur Johann Andreas Schubert, Konstrukteur der ersten deutschen Dampflokomotive und Erbauer der Göltzschtalbrücke, beigesetzt.

Als der Innere Matthäusfriedhof nicht mehr ausreichte, entstand der heute kaum noch genutzte Äußere Matthäusfriedhof im Jahre 1875 nach den Plänen des Architekten Carl Adolf Canzler. Auf dem Friedhof findet man künstlerisch bemerkenswerte Wandgräber, aber auch Grabstätten und Denkmäler für während des Zweiten Weltkrieges ums Leben gekommene sowjetische Kriegsgefangene sowie für deutsche Kriegsopfer des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Eine Grabstätte beherbergt die sterblichen Überreste der Opfer des ersten Luftangriffs auf Dresden vom 12. Oktober 1944.


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