Friedhof als letzte Ruhestätte

Der Friedhof ist bei den meisten Bestattungsarten der Ort bei dem der Verstorbene oder seine Asche beigesetzt wird. Somit bietet der Friedhof einen Ort der Trauer, einen Ort des Gedenkens und der Errinerung, da es ein räumlich getrennter Raum ist können Sie dort trauern und nehmen Ihre Trauer nicht mit nach Haus. Diese Form der Ruhestätte ist eine Erfindung der Kirche, die Friedstätten wurden oftmals um Kirchengebäude herum errichtet, den Namen Friedhof erhielt die Grabstätte damit, das Bestattungen immer mehr auch zur weltlichen Aufgabe wurde. Viele Städte haben die Verwaltung und teilweise auch die Pflege der Friedhöfe übernommen, die Finanzierung ist im Bestattungsgesetz geregelt. Es gibt oft das Angebot das jemand für Sie die Grabpflege übernimmt oder Sie sich selbst um die Grabpflege kümmern, ganz nach Ihren Wünschen.

Ein Friedhof ist sehr gut durchplant und man findet eine Masse an unterschiedlichen Gräbern und auch religiösen Symbolen.
Man kann Anonyme Gräber finden bei denen eine Anonyme Beisetzung erfolgt ist oder auch Urnengräber. Familiengräber und auch Totenhallen, Schreine und Kapellen kann man auf dem Friedhof vorfinden. Welche Grabarten auf ihrem Wunschfriedhof zur Verfügung stehen kann sehr stark variieren und man sollte vorab klären welche Arten vorliegen, dabei sind wir Ihnen gern behilflich.

Weitere Bestimmungen auf einem Friedhof

Sollten Sie umziehen sollten Sie dies auch der Friedhofsverwaltung mitteilen, da diese Sie bei Problemen mit den Nutzungsrechten kontaktieren wird und Sie auch stets die Originaldokumente vorlegen müssen. Kies, Platten, Stein oder auch Splitt ist als Grababdeckung meist nicht gestattet aufgrund bestimmter Vorschriften und Gesetze. Leider wird auch die Belüftung und Befeuchtung des Bodens beeinträchtigt und deshalb sind solche Grababdeckungen verboten.

Das feste Einfassen einer Grabstätte mit Holz, Stein, Metall, Kunstoff oder Glas muss erst durch die Friedhofsverwaltung genehmigt werden und darf nicht auf eigene Faust geschehen.

Grabarten die Sie auf dem Friedhof vorfinden könnten

Reihengrab,Wahlgrabstätte, Ehrengrabstätte, Urnengrab, Urnengemeinschaftsanlage, Kolumbarien und weitere.

Diese Grabarten unterscheiden sich von ihrer Nutzungsdauer und auch von den Friedhofskosten, sowie von der individuellen Gestaltungsmöglichkeit.
Beim Reihengrab, Ehrengrab, Wahlgrab und Urnengrab ist eine individuelle Kennzeichnung möglich und auch üblich, in Form eines Grabsteins, Gedenktafel oder auch eines religiösem Symbol.  Bei einem Gemeinschafstgrab ist dies nicht möglich und die Gestaltung und Pflege liegt in der Hand der Friedhofsverwaltung und Sie müssen sich um nichts weiter kümmern, das wirkt sich auch auf die Friedhofskosten aus. Diese Form der anonymen Bestattung erfreut sich immer größerer Beliebtheit, da es den Hinterbliebenen viele Bürden und Pflichten abnimmt, da die Grabpflege in andere Hände gegeben wird und auch die Friedhofskosten gering sind.

Friedhof als Treffpunkt

Für viele Trauernde dient der Friedhof oftmals auch als Treffpunkt, mit Verwandten den engsten Familienmitgliedern oder auch Freunden. Es ist ein Treffpunkt für Trauernde um inne zu halten, nachzudenken und an vergangene Zeiten zu denken. Viele ältere Menschen nutzen den Friedhof um Trost bei anderen Menschen zu finden, die auch einen Todesfall betrauern, vor allem bei Gemeinschaftsgräbern ist es oft der Fall das man andere Menschen antrifft, die auch ihre Trauer verarbeiten.
Ein Friedhof lädt aber auch auf andere Art und weise zum verweilen ein, historische Gräber ermahnen und erinnern  an vergangene Zeiten. Auf dem Friedhof findet man auch viele Kunstobjekte und Skulpturen, welche für die Verstorbenen angefertigt wurden. Der Friedhof stellt auch einen Ort der Ruhe im hektischen treiben einer großen Stadt dar, bietet große Grünflächen und man hat hier alle Zeit der Welt in sich zu gehen und auch für sich allein zu sein.

Friedhof als Grünfläche und Ort der Kultur

Friedhöfe bieten viel Grünfläche und Platz für Zahlreiche Pflanzen, dies führt dazu das einige Friedhöfe zur Heimat für viele Tiere werden, welche in der Stadt nicht unterkommen. Auch kulturell und künstlerisch hat die Ruhestätte viel beizutragen, verzierte Totenhallen, Gedenkgräber mit Statuen und Büsten. So wurden einige Friedhöfe mit der Zeit auch Ausflugsziel für viele Menschen, einige Friedhöfe haben auch besondere Gedenkgräber oder Figuren und werden dann gezielt von Touristen aufgesucht. Dennoch ist es wichtig die Würde des Friedhofs zu erhalten und sich an die Regeln der Friedhofsverwaltung zu halten, damit dieser Platz in erster Linie der Trauer dient.

Wahl des Friedhofs

Die Wahl des Ortes der letzten Ruhestätte kann von vielen Faktoren beeinflusst sein, dem Wunsch des verstorbenen, dem Verhältnis zu den Hinterbliebenen, finanzielle Gründe und auch wie man selbst mit der Trauer umgeht.
Manche wünschen sich einen Beisetzungsort ganz in ihrer Nähe, wieder andere möchten lieber etwas Distanz wahren um besser mit der Trauer umzugehen. Der Herkunftsort des Verstorbenen kann oftmals als symbolische Heimkehr gesehen werden, oder man sucht eine Grabstätte  in dem Ort wo der Beigesetzte verstorben ist. Oftmals kann es in der Familie auch zu Streit führen, da jeder andere Wünsche und Ansprüche für die letzte Ruhestätte trägt.
Auch die Friedhofskosten können eine wesentliche Rolle spielen, da eine Bestattung immer auch eine finanzielle Belastung ist.

Verhalten auf einem Friedhof

Für viele Menschen ist der Besuch eines Friedhofes etwas ergreifendes und überwältigendes, vor allem wenn man erst einen Sterbefall in der Familie hatte.
Sie sollten beim Besuch mit Kindern, diese zur Ruhe anhalten und stets auf diese aufpassen, da Sie die Verantwortung übernehmen. Auf den Friedhofswegen sollten keine Fahrzeuge geführt werden, auch kein Fahrrad fahren. Ausnahmen sind hier etwa Rollstühle oder Kinderwägen, gesonderte Regelungen sollten Sie aber mit der Friedhofsverwaltung klären. Die Entsorgung von altem Grabschmuck, Abfall oder kompostierbaren Abfall sollte bei eigentständiger Grabpflege stets an den Gekennzeichneten Plätzen erfolgen. Fragen Sie bei der Friedhofsverwaltung nach falls Sie sich unsicher sind.

Nutzen Sie bitte nur die vorgegebenen Wege, gehen Sie nicht durch geschlossene Hecken oder über Grün- und Rasenflächen. Auch sollten Sie den Geräuschpegel auf niedrig halten, da viele andere Besucher in Stille trauern möchten, dies könnte vor allem ein Problem mit kleinen Kindern sein. Das mitbringen von Tieren ist auf den meisten Friedhöfen strikt untersagt, einige Friedhöfe könnten eine Ausnahme darstellen, im Zweifelsfall sollten Sie das mitbringen von Tieren mit der Friedhofsverwaltung abklären. Blindenhunde stellen hier natürlich eine Ausnahme dar. Bitte verwenden Sie auch keinen Grabschmuck aus Material, welches nicht kompostierbar ist, es gibt hier ein paar Ausnahmen wie Grabkerzen doch wie immer sollten Sie das mit der Friedhofsverwaltung klären. Verwenden Sie auch keine Chemische Unkrautbekämpfung um das Grad sauber zu halten, da dies ebenfalls untersagt ist und den Grund vergiftet.

Wenn Sie Hilfe bei der Auswahl eines geeigneten Friedhofes brauchen, dann beraten wir Sie gern!

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